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Wagner: Tannhäuser (Gesamtaufnahme)Quelle: amazonEAN: 0685738806423 34,99 EUR
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Features
Beschreibung
Es wimmelt nicht eben von guten Tannhäuser-Einspielungen auf dem Schallplattenmarkt, und daher ist Daniel Barenboims späte Fortsetzung seines Wagner-Zyklus äußerst willkommen, zumal er ein hervorragendes Sängerensemble um sich geschart hat: Allen voran ist Peter Seiffert als Interpret der Titelpartie zu nennen. Er bewältigt seine schwierige Aufgabe ganz hervorragend, indem er sowohl die nötige metallische Strahlkraft aufbringt als auch eine fern von jeder Zopfigkeit gelegene Sichtweise der verkörperten Figur vorstellt. Selbstverständlich ist Seifferts Tannhäuser auch sprachlich besser und nuancierter als derjenige von Domingo in der qualitativ vergleichbaren Sinopoli-Aufnahme. Bei Sinopoli überzeugen womöglich die beiden weiblichen Hauptdarstellerinnen mehr: Gleich im ersten Akt agiert Agnes Baltsa als Venus mitreißender und stimmlich etwas präsenter als Waltraud Meier in der vorliegenden Neueinspielung, und auch die Elisabeth von Cheryl Studer ist stimmlich schöner gefasst und jugendlicher als Jane Eaglens Porträt dieser Partie bei Barenboim.Im Fall des Landgrafen liegt der Vorzug wieder eindeutig bei Barenboims Aufnahme: René Pape beweist mit der brillanten Umsetzung dieser Partie, das seine bisherige Entwicklung zu allerhöchsten Hoffnungen Anlass gibt. Sein traumhaft schönes Material und der souveräne Umgang mit Sprache und Phrasierung erinnern mehr und mehr an seinen großen Vorgänger Franz Crass, dessen tragisch frühes stimmliches Ende für lange Zeit eine Lücke hinterlassen hat; sie scheint sich mit René Pape nun auf das Glücklichste zu füllen.
Weniger begeistern konnte den Rezensenten hingegen Thomas Hampson als Wolfram. Ist er wirklich ein Wagner-Sänger? Sein Lied an den Abendstern ist weniger stimmlich begeisternd als geschmäcklerisch, und im Terzett mit Seiffert und Meier bleibt er deutlich hinter den Kollegen zurück. Bezüglich des Wolfram ist dem damals noch gut disponierten Andreas Schmidt bei Sinopoli der Vorzug zu geben. Damit aber genug der Kritik: Insgesamt ist Barenboims Tannhäuser eine auch orchestral sehr schöne, geschlossene Einspielung, die gut dazu geeignet ist, selbst einem Wagner-Skeptiker das Werk nahe zu bringen, denn hier wird differenziert und, wo möglich, auch recht kammermusikalisch gesungen und gespielt. --Michael Wersin
Kunden Meinungen
Wundervoll romantischer Tannhäuser
Datum:10.04.2010 - Rating: 5/5Daniel Barenboim hat mit dieser Aufnahme wieder einmal bewiesen, dass er ein hervorragender Dirigent ist. Die Einspielung ist einfach wunderbar und unglaublich romantisch. Alle Musiker müssen während der Aufnahmen zu Höchstform aufgelaufen sein - einfach unglaublich, wie die Streicher und Bläser jede einzelne Note klingen lassen.
Die Solisten sind - zumindest was die Hauptrollen betrifft - hervorragend. Besonders gut haben mir Peter Seiffert als Tannhäuser und René Pape als Hermann gefallen. Aber auch die in einigen Rezensionen nicht so gut weggekommene Jane Eaglen habe ich sehr gut gefunden. Auf alle Fälle besser als Waltraud Meier (Venus), was aber nich heißen soll, dass diese nicht gut gesungen hat. Etwas abgefallen von den genannten Sängerinnen und Sängern ist Thomas Hampson als Wolfram, aber auch er liefert hier noch eine gute Vorstellung ab.
Die anderen Solisten kommen zu wenig zum Einsatz, um einen genauen Eindruck zu erhalten. Aber schlecht hat wirklich keiner gesungen.
Ich kenne zwar keine anderen Aufnahmen des Tannhäuser, aber diese ist schon ziemlich nahe an einer Referenzaufnahme. 5 Sterne.
...........fast eine referenzaufnahme !
Datum:27.04.2008 - Rating: 5/5Dass es derzeit in Sachen Wagneraufführungen zur Staatskapelle Berlin und Daniel Barenboim keine (echte) Alternative gibt, ist bekannt - ich will gar nicht mehr näher darauf eingehen. Dass Peter Seiffert noch immer ein sehr, sehr guter Tannhäuser ist, konnte man erst kürzlich (April 2008) in Barcelona am Liceu erleben. Ich will nun den einzigen Punkt benennen, der mich an dieser Aufnahme stört: das ist die Sängerin Jane Eaglen. Ihr Text ist kaum (unmöglich) zu verstehen! Das trübt den Hörgenuss gewaltig, zumal man bei Seiffert und Hampson jedes Wort versteht. Trotzdem die beste Tannhäuser Aufnahme bisher.
Ein Knaller.
Datum:13.01.2007 - Rating: 5/5Hier kann man bedenkenlos zugreifen: Der weltbeste Wagnerdirigent dirigiert die bestens disponierte Staatskapelle Berlin. Das Ergebnis ist phänomenal. Von ersten Takt an denkt der Hörer, dass Wagner genau so und nicht anders klingen sollte.
Hinzu kommte eine gute Sängerbesetzung. Hier ist zunächst Peter Seiffert zu nennen, der mit Stralkraft und einigen netten Verzierungen den Tannhäuser bestens interpretiert. Hinzu kommt die unvergleichliche Waltraud Meier, die seit Jahrzehnten zur Spitze des Wagnergesangs gehört. Ebenso ist auf den Bass Rene Paspe hinzuweisen - wer ihn schon einmal live erlebt hat, weiss dass es nur wenige Sänger diesen Kalibers gibt.
Ein Komplettausfall ist allerdings die Besetzung der Elisabeth mit Jane Eaglen. Auch auf Thomas Hampson hätte ich ohne weiters verzichten können.
Dessenungeachtet: zugreifen und genießen!
Sehr gelungener Tannhäuser
Datum:02.01.2007 - Rating: 5/5Nachdem ich bereits verschiedene Tannhäuser Versionen (Solti, Haitink, Gerdes) mein Eigen nennen darf, kann ich der hier vorliegenden Version ein sehr gutes Zeugnis ausstellen. Von der Orchstrierung und Instrumentalisierung kann diese Version mit den allerbesten mithalten. Ideale Tempi und sehr gut mit den Singstimmen abgestimmt. Hier passt m.E. alles. Auch die Sänger können überzeugen. Peter Seyffert als grossartigen Tannhäuser, Rene Pape als beeindruckender Landgraf und auch die Rolle von Wolfram Eschenbach ist mit Thoimas Hampston sehr gut besetzt. Und dann ist da ja auch noch eine hervorragende Venus in der Person von Waltraud Meier. Dieser Tannhäuser darf sich deshalb mit Fug und Recht in die Reihe der Referenzaufnahme von Solti etc. stellen
Sängerensemble der Spitzenklasse
Datum:05.02.2005 - Rating: 5/5Daniel Barenboim ist als Wagner-Dirigent nicht unumstritten. Wenn man diese Aufnahme hört, muss man sich allerdings fragen, warum. Das einzige, was man negativ anmerken könnte ist, dass das Orchester gegenüber den Sängern etwas in den Hintergrund gerät. Der Vorteil daran ist wiederum eine gute Textverständlichkeit. In sich ist das Orchester aber stimmig und ausgewogen disponiert, Barenboim entwickelt die Bögen in großer Ruhe, ohne die Tempi zu verschleppen, gestaltet Nuancen aus, ohne sich im Detail zu verlieren. Das Ensemble ist durchweg großartig, allen voran Peter Seiffert mit einer Tannhäuser-Interpretation, die im nicht gerade kleinen Katalog an Tannhäuser-Aufnahmen ihresgleichen sucht. Mit strahlender, leichter, dabei doch energischer Stimme bewältigt er souverän die große Partie, technisch wie gestalterisch. Thomas Hampson gestaltet seinen Wolfram in warmen, manchmal leicht manierierten Tönen. Waltraud Meiers grandiose Venus lotet das Spannungsfeld zwischen zügelloser Leidenschaft und sanfter Verführung, das ihre Rolle bietet, voll aus. Einzig Jane Eaglen als Elisabeth fällt in diesem Ensemble insofern etwas ab, als ihr englischer Akzent gelegentlich durchzuhören ist, was in musikalischer Hinsicht freilich nicht ins Gewicht fällt. Auch die kleineren rollen sind mit Rene Pape (Hermann) oder Dorothea Röschmann (Hirt) absolut hochkarätig besetzt. Eine Aufnahme mit echtem Referenzstatus.
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