DSL Ärger umgehen mit richtiger Providerauswahl
Das Angebot von DSL-Anbietern ist inzwischen genauso groß und undurchsichtig wie das der Mobilfunktarife, und wer sich nicht damit auskennt, der kann schnell in böse Kostenfallen tappen.
Nicht nur bei der Wahl des Tarifs, auch beim Kundenservice können die Anbieter Ärger machen, überteuerte Hotlines, ewige Warteschlangen oder unerreichbare Servicehotlnes die Liste von potentiellen Ärgernissen ist lang.

DSL Probleme, Foto: Ian Sterlinf_Flickr
Eine der schlimmsten Vorstellungen ist wohl, nach langer Wartezeit endlich den DSL-Anschluss gelegt bekommen zu haben, und dann feststellen zu müssen dass an ihrem Anschluss DSL gar nicht verfügbar ist, trotz des anderen Ergebnisses des Online-Verfügbarkeitstestes. Ist man an den falschen Anbieter geraten, kann sogar passieren, dass trotzdem der volle Preis berechnet wird, obwohl die Leistung gar nicht bereit gestellt wurde. In diesem Fall sollte man sich schleunigst an den Verbraucherschuz wenden, denn als goldenen Regel gilt: Nur was an Leistung entgegen genommen wurde, muss auch bezahlt werden.
Vorsicht ist auch geboten bei Sonderangeboten und Rabattaktionen übers Internet oder Telefon. Da kann es schnell passieren, dass statt dem angeforderten Infomaterial gleich eine Auftragsbestätigung ins Haus fliegt. Diese kann selbstverständlich wieder storniert werden, erfordert aber Aktion von Ihnen. NAch solch einem Verhalten des Anbieters bietet es sich an, sich einen vertrauungsvolleren Anbieter zu suchen.
Aufgepasst werden muss auch bei den Servicehotlines, die der Anbieter dem Kunden zur Verfügung stellt. Oft ist im Kleingedruckten zu lesen, dass der Anruf pro Minute 3 Euro oder mehr kostet, und die Zeit in der Warteschlange mit eingerechnet, kommt da schnell eine ganze Stange Geld zusammen. Hier aber gibt es eine gesetzliche Regelung zu Gunsten des Kunden. Handelt es sich um Problem, was der Anbieter verursacht hat, also zum Beispiel wenn eine zu geringe DSL-Geschwindigkeit freigeschaltet wurde, muss der Anruf für den Kunden kostenlos sein. Hat man in solch einem Fall trotzdem Geld für das Telefonat, kann man sich dieses im Nachhinein wieder gutschreiben lassen.
In jedem Falle gilt: Es kann sich immer lohnen, ein Auge auf die aufgeführten Kosten auf der monatlichen Rechnung zu werfen, und bevor man sich für einen Anbieter entscheidet, sollte recherchiert werden, ob dieser auch hält was er verspricht.
Geld sparen durch einen Anbieterwechsel

Router, Foto: actiontec_flickr
Wer seinen DSL-Anbieter wechseln will, kann dabei viel Geld sparen, solange einige wichtige Punkte beachtet werden.
Der Markt ist groß und die Anbieter locken mit günstigen Angeboten und vielen Extras. Das macht einen Wechsel lohnenswert und häufig können eine Menge Kosten eingespart werden. Vor einem Wechsel zum neuen Anbieter sollte man sich zunächst genau informieren, welche Bedingungen und Inhalte im aktuellen Vertrag stehen. Besonders wichtig ist hier die Vertragslaufzeit, denn daran orientiert sich die Kündigungsmöglichkeit des Kunden. Im Normalfall laufen DSL- oder Telefonverträge 24 Monate bei dem selben Anbieter. Abgesehen von der Vertragslaufzeit gilt es weitere Vertragsaspekte zu beachten. Wurde zum Beispiel eine Hardware mit gemietet, muss diese nach Beendigung des Vertrages zurückgegeben werden. Auch bei Zusatzleistungen können eventuell andere Kündigungsfristen gelten als beim Grundvertrag. Diese sollten daher extra gekündigt werden. Wer seinen eigenen Vertrag kennt, kann schließlich mit der Suche nach einem neuen Provider beginnen. Dafür sollte ausreichend Zeit eingeplant werden. Ein halbes Jahr reicht dabei aus, um genügend Informationen einzuholen und den richtigen Anbieter auf dem DSL-Markt zu finden. Die AGBs sollten bei den verschiedenen Providern allerdings genau durchgelesen werden. Ist ein Anbieter gefunden, muss noch überprüft werden, ob der gefundene Vertrag und Provider auch am gewünschten Wohnort zur Verfügung steht. Auf den jeweiligen Online-Seiten der Anbieter kann dies abgefragt werden. Danach ist der Wechsel möglich. Es empfiehlt sich den neuen Anbieter circa vier bis sechs Wochen vor Vertragsbeginn aufzusuchen, da die Umstellung und Einrichtung einige Zeit beanspruchen.
Mit der richtigen DSL Hardware Geld sparen

Fritzbox, Foto: kabelblog_flickr
Hat man sich einmal für einen DSL-Anbieter entschieden, ist der schwierigste Teil bereits geschafft. In der Regel liefern die Anbieter die benötigten Geräte automatisch mit, sodass man sich mit der Hardware nicht explizit gut auskennen muss. Dennoch haben wir einen kleinen Überblick über die benötigten Geräte zusammen gestellt.
Der DSL-Splitter, ein kleines kastiges Gerät, wird direkt auf die TAE-Buchse in der Wand gesteckt und dient dazu, das Telefonsignal vom Internetsignal zu trennen. Benötigt wird dieser nur bei einem analogen Anschluss, bei ISDn ist er nicht nötig.
Hinter den Splitter wird dann ein Router geschaltet, entweder mit einer Telefonanlage integriert oder ohne. Die neuen Geräte besitzen alle WLAN, was ein kabelloses Surfen im Netz ermöglicht.
Mit welcher Art von Router der Internetanschluss genutzt wird, hängt von mehrere Faktoren ab. Vor einer Anschaffung sollte die Frage gestellt werden, wie viele Personen sich den Internetanschluss teilen werden, wie sicher die Verbindung sein soll und wie viel Geld in die Anschaffung gesteckt werden soll.
Ein DSL Modem zum Beispiel ist die simpelste Form von Hardware und damit auch die preisgünstigste. Nachteile sind die manchmal langsame DSL-Geschwindigkeit und die Tatsache, dass mit dem Modem die Telefonleitung blockiert wird.
Das DSL Modem mit Internet-Telefonie hat zusätzlich die Möglichkeit, ein normales Festnetztelefon gleichzeitig nutzen zu können.
Ein Router bietet die Möglichkeit, mehrere Rechner gleichzeitig mit dem Internet zu verbinden, das DSL Modem ist in ihm bereits integriert. Es können mit einem Router vier Personen gleichzeitig im Netz surfen.
Ein WLAN-Router verbindet die Rechner nicht via Kabel miteinander, sondern funktioniert via Funk. Das hat den Vorteil, dass nicht länger Kabel im Weg rumliegen, außerdem steigt die Anzahl der Personen, die den Anschluss nutzen können, auf bis zu 64.

