Chaos Computer Club-Ableger in der Schweiz gegründet
Das Internet ist mittlerweile größer als die normale und richtige Welt. Deshalb gehört es wie in einer richtigen Welt auch dazu, dass es Menschen gibt, die darauf achten, dass Gesetze und manche Internetseiten nicht die Rechte der Bürger einschneiden, anders gesagt: User-Rechte sollen Einzug halten. Das betrifft vor allem die Datenspeicherung von Internetnutzern.
Es sind so etwas wie die Aktivisten des Internets, sozusagen das Amnesty des World Wide Webs. Ihre Ziele sind nicht in erster Hinsicht die Ungleichheit auf der Welt zu bekämpfen, sondern vor allem Standards in der digitalen Welt schaffen, die dann dafür sorgen sollen, dass Unternehmen es nicht zu weit treiben mit den ganzen Datensammlungen und Analysen über Kaufverhalten.
Die Wahrung der Menschenrechte im WWW
In Deutschland gibt es den CCC schon lange. 1981 gründete sich der Chaos Computer Club in Deutschland. Mit dem Ziel auf ein neues Menschenrecht: Das Recht auf die „weltweite, ungehinderte Kommunikation“. Jeder kann mitmachen, es ist ein Verein mit über 3000 Mitgliedern. Unter ihnen Hacker. Doch der CCC beteuert, dass dies die Guten seien. Nicht die, die Bankkontodaten auslesen und sich ein buntes Leben machen. Es sind die, die ein Gegenpol zu den Interessengruppen im Internet darstellen sollen, die sowieso groß und riesig sind, die ihren Profit höher und immer größer ausfallen lassen wollen.
Chaos Computer Club nun auch in der Schweiz
Und der CCC wächst. Die „Guten“ gibt es jetzt auch in der Schweiz. Kurz vor Weihnachten gründete sich der Chaos Computer Club Schweiz am 15. Dezember 2012 in der Schweiz. Doch wie es mit einem Start auf sich hat, kämpft auch der CCC anfangs in der Schweiz vor allem gegegn eins – Vorurteile. Das Wort „Hacker“ meint eben nichts gutes.
„Wir sind die Guten und setzen uns unter anderem für Bürgerrechte im digitalen Raum ein – Rechner zu sabotieren und Schaden anzurichten gehört nicht zu unseren Zielen“, war der einhellige Appell auf der Gründungsveranstaltung rund um die 40 Delegierten, die den CCC Schweiz gegründet haben.
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Heimvernetzung – Umsatz wächst stark

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Der Branchenverband BITKOM blickt optimistisch in die Zukunft. Auf einer Pressekonferenz in Berlin wurden aktuelle Zahlen vorgelegt: Danach konnte der Umsatz mit Produkten aus dem Bereich der Heimvernetzung erneut gesteigert werden. Während 2011 in dieser Sparte rund 16,2 Milliarden Euro umgesetzt wurden, rechnet der Dachverband der Hightech-Branche mit einem Umsatz von 18,3 Milliarden Euro für dieses Jahr. Das entspricht einer Steigerung von satten 13 Prozent. Mittlerweile machen vernetzbare Produkte knapp zwei Drittel des Umsatzes in der gesamten Informations- und Kommunikationsbranche bei Privatverkäufen aus. Der Geschäftsführer von BITKOM sieht das als langanhaltenden Aufwärtstrend und verweist darauf, dass schon heute viele Verbraucher nicht mehr auf die Vorteile von vernetzten Systemen, wie etwa Online-Videotheken auf dem Fernseher, verzichten wollen.
In der Tat zeigt auch die Statistik, dass sich die Art und Weise, wie wir heute Medien konsumieren, stetig verändert. Rund 77 Prozent der deutschen Internetbenutzer surfen gleichzeitig mit ihrem Laptop oder Smartphone im Internet, während sie fernsehen. Dabei werden 82 Prozent der Seiten aufgerufen, die in keinem Zusammenhang mit dem Fernsehprogramm stehen. Ein knappes Drittel der Befragten sucht im Internet nach Alternativen zum Fernsehen, etwa im Rahmen von Web-TV oder Streaming-Angeboten. Lediglich in jedem fünften Fall geht es bei der Nachfrage im Internet um das Fernsehprogramm. Auch Live-Chats während Übertragungen im Internet, etwa wie während der derzeitigen Fußball-EM, erfreuen sich immer größerem Zuspruch. Kein Wunder, dass selbst so ein biederes Format wie der Tatort auf ARD kürzlich mit einem Online-Spiel überraschte.
Das Internet verdrängt also nicht nur klassische Printmedien, auch scheint es langsam aber sicher zum neuen Mitmach-Fernsehen zu werden. Das ist aber längst nicht alles, was vernetzbare Unterhaltungselektronik ausmacht. Nachdem jahrelang Computer und mobile Geräte im Fokus standen, wird es in der Zukunft stärker um die Themen Haus- und Sicherheitstechnik, Gesundheit und Hauselektronik gehen. Wer mehr wissen will: Auf dem Branchenkongress ConLife, der vom 26. bis 28. Juli in Köln über die Bühne geht, können interessierte Verbraucher zum ersten Mal Vorträgen und Workshops von Profis beiwohnen.



